Dienstag, 12.1.1954
10.00 Uhr ab nach Dalaas, von dort abkommandiert nach Blons.
Rückkehr nach Bludenz um 20.00 Uhr.
10 Stunden Einsatz - Burtscher Kurt als Helfer
12.00 Uhr nach Blons, Kurierdienst
Hubschrauber auf Grund des Auftrages von Landesleiter Keller über Bezirkshauptmannschaft Bludenz angefordert Rückkehr: Donnerstag, 1 Uhr nachts. 37 Einsatzstunden -Pietzer Sepp
Mittwoch, 13.1.1954
8.00 Uhr: zusätzliche Bergrettungsmänner werden nach Blons gerufen
Aufnahme der Verbindung mit der Einsatzleitung in Ludesch - Major Koppe. Bergungen in der Parzelle Esch (1 Person lebend, mehrere Tote), Übernahme von Verletztentransporten von Parzelle Esch zum Hubschrauberlandeplatz. Rückkehr nach Bludenz, am Donnerstag morgen 1 Uhr.
17 Einsatzstunden je Mann - Bader Helmut, Berktold Werner, Blacha Richard, Brunold Wilfried, Burtscher Kurt, Bürkle Hugo.
Donnerstag, 14.1.1954
12.00 Uhr bis Freitag, 18 Uhr in Einsatzleitung Ludesch für neuen Gruppeneinsatz, 30 Einsatzstunden - Hugo Bürkle
Ab 18.00 Uhr von Ludesch im Auftrag des Bezirkshauptmannes
Gruppenführung der neu eintreffenden Rettungsmannschaften zu übernehmen. 4 Mann Gruppe Blacha stößt nach Blons zur Wegerkundung für den Einsatz weiterer Rettungsmannschaften vor (extreme Lawinengefahr).
1 Mann - Berktold Werner - fungiert als Dolmetscher am Landeplatz für amerikanische Helfer.
Rückkehr am Freitag um 16.00 Uhr. 22 Einsatzstunden - Bader Helmut, Berktold Werner, Blacha Richard, Brunold Wilfried, Burtscher Kurt.
Freitag, 15.1.1954
Aus Wien zurückgekommen um
6.30 Uhr übernimmt Dworzak Roland
die Führung einer Privathelfergruppe
ins Einsatzgebiet.
9 1/2 Einsatzstunden - Dworzak Roland
(In dem Buch, das die ungeheure Lawinenkatastrophe beschreibt, ist in erschreckenden Zahlen festgehalten, was damals u.a. in Blons geschah: „ Vor den Lawinen vom 1. Januar 1954 gab es in Blons 76 Haushalte. Die 367 Einwohner leben in 90 Häusern. 115 Menschen - fast jeder dritte im Dorf - waren von der Falv-oder der Montcalv-Lawine verschüttet worden. 33 konnten sich selbst befreien, 31 wurden mehr oder minder schwer verletzt ausgegraben. 47 wurden tot ausgegraben - zumindest hielten die Retter sie für tot - und kamen auf den Leichenhaufen im Schuppen
hinler der Krone. Acht erlagen später ihren Verletzungen. Zwei werden noch immer vermißt. 29 Häuser wurden völlig zerstört...")